Kolping Jugendwohnen Regensburg

Das Kolpinghaus Regensburg ist eine selbständige Einrichtung der örtlichen

Kolpingsfamilie.Regensburg/St. Erhard.


Der Kolpinghaus St. Erhard e.V. als Trägereinrichtung des Hauses ist Mitglied im Verband der Kolpinghäuser e.V.

Hier finden junge Menschen während ihrer Blockschulzeit, schulischen oder betrieblichen Ausbildung oder Auszubildende der Handwerkskammer während der ÜLU (Übertriebliche Lehrgangsunterweisung) ein Zuhause in Regensburg.

Insgesamt stehen 90 Plätze in verschiedenen Sparten zur Verfügung.


AG


 


Fakten

Das Jugendwohnen im Kolpinghaus Regensburg ist ein Angebot der Katholischen Jugendsozialarbeit. Unser Ziel ist es, junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt präventiv zu unterstützen. Durch sozialpädagogische Begleitung fördern wir die soziale und berufliche Integration sodass eine eigenständige Bewältigung der Anforderungen durch Beruf und Gesellschaft gewährleistet ist.  

Grundsätzlich richten sich alle unsere Leistungen in Art und Umfang nach dem erzieherischen Hilfebedarf des jungen Menschen. Die Maßnahmen sind im Rahmen des internen und externen Jugendhilfeverbundes aufeinander abgestimmt und haben somit eine individuelle bzw. zielgruppenorientierte Konzeption.

 

Ihre Vorteile im Überblick:

 

  1. Hilfe zur Selbsthilfe: Junge Menschen werden nur soweit unterstützt, wie sie diese Unterstützung benötigen und soweit zur Mitverantwortung und Mitwirkung herangezogen, wie sie dazu in der Lage sind.
  2. Ganzheitliche Förderung: Die pädagogische Arbeit orientiert sich am jungen Menschen als Individuum und an den gesellschaftlichen Bezügen. Im Blickpunkt steht dabei der ganze Mensch, d.h. es geht sowohl um Fragen zur Berufsschule und Beruf aber auch um die soziale Grundversorgung (Beziehungen, Gemeinschaft, Heimat, Orientierung, Lebensperspektiven etc.).
  3. Pastoralemeinschaft: Alle Mitarbeiter des Kolpinghauses bilden zusammen die Pastoralgemeinschaft, deren Aufgabe es ist, die tägliche Arbeit zu koordinieren, Probleme fachlich zu reflektieren und für ein gutes Klima in der Einrichtung zu sorgen. Ziel des Kolpinghauses ist es, auf dieser Basis junge Menschen entsprechend ihrem Reifegrad ganzheitlich zu fördern, damit der Start in ein eigenverantwortliches Leben gelingen kann.

Wir möchten, dass Sie Ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Dafür setzen wir uns ein!



Philosophie

"Wo Kolping drauf steht, ist auch Kolping drin"

Die Kolpinghäuser engagieren sich, entsprechend dem Auftrag des Gründers, Adolph Kolping (1813 -1865), in der Jugendhilfe, um der "Jugend in der Fremde" bei der beruflichen Ausbildung zu helfen. Ihr Dienst richtet sich besonders an jene, "die wegen ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen, aber auch wegen ihrer affektiven, moralischen und spirituellen Armut wenig Entfaltungsmöglichkeiten haben und am Rande der Gesellschaft leben." Der Grundgedanke nach Adolph Kolping für die Jugendhilfe ist geprägt von der Pädagogik der Vorsorge. Hierbei sind uns wichtig:

  1. familiäre Atmosphäre im Bereich der Gruppe und im Umgang miteinander
  2. Dasein für und Zugehen auf die Jugendlichen
  3. Freude, Optimismus, Wohlbefinden
  4. Animation als belebende und neue Möglichkeiten eröffnende Kraft

Der aktuelle Bezug dieser Grundgedanken findet sich in § 13 Jugendsozialarbeit des SGB VIII, in dem ausgeführt ist "Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern"

(§13 Abs.1 SGB VIII).

 

Diesen Anforderungen stellen wir uns im Kolpinghaus Regensburg aus Überzeugung, mit langjähriger Erfahrung und mit Erfolg.


Geschichte

Im Jahre 1852 wird der Katholische Gesellenverein Regensburg gegründet. Der Schwerpunkt liegt in der Betreuung von Wanderburschen und Handwerksgesellen. Regensburg ist hier besonders gefordert, liegt es doch an einer der Hauptstraßen für Wandergesellen. Bereits am 20. November 1853 wird das erste Regensburger Kolpinghaus eingeweiht. Innerhalb der nächsten 40 Jahre werden angrenzende Gebäude erworben, umgebaut, neu geplant und in den wachsenden Komplex miteinbezogen. So entsteht das Katholische Vereinshaus St. Erhard. 

 

Mit 50 Betten, großem Festsaal und dem sogenannten Dollingersaal, der Stein für Stein aus einem zum Abbruch freigegebenen Patrizierhaus im Erhardihaus wiedererrichtet wird, hat Regensburg nun eine fortschrittliche, zeitgemäße Heimstatt für Wandergesellen und ein repräsentatives Zentrum des Vereinslebens. Eine Besonderheit verbirgt sich im Keller: die Erhardi Krypta aus dem 10. Jahrhundert ist einer der ältesten Sakralräume der Stadt und wird im Jahre 1892 wieder ihrem liturgischen Zweck zugeführt. Auch heute ist es ein Erlebnis ganz besonderer Art, in dem Raum, der das Aufblühen des Christentums in Regensburg, über den Brände und Kriege hinwegfegten und in dem sich die Kolpingsfamilie während der Zeit des Nationalsozialismus heimlich traf, die Heilige Messe mitfeiern zu dürfen. 

 

Am 20. Oktober 1944 wird das Erhardihaus bei einem Luftangriff fast völlig zerstört. Sofort nach Kriegsende beginnt der Wiederaufbau und ist am 3. Dezember 1950 abgeschlossen. In der Folgezeit wird das Gebäude stetig erweitert, umgebaut und modernisiert. Die 130 Plätze stellen sich heute dar als Einzel- und Mehrbettzimmer in funktionalem, großzügigem Schnitt. Die Pädagogik wird durch die baulichen Rahmenbedingungen unterstützt und erzielt so nachweislich, noch bessere Erfolge. Das Kolpinghaus Regensburg präsentiert sich damit heute als bedarfsorientiertes und hochattraktives Wohnangebot für junge Menschen.